06.27Tagesgeld als flexible Geldanlage nutzen
In mehrfacher Hinsicht hat das Tagesgeldkonto die Aufgaben übernommen, die früher das klassische Sparbuch erfüllte. Das Tagesgeldkonto verdankt seinen Namen der Tatsache, dass über das angelegte Geld täglich verfügt werden kann. Damit eignen sich diese Konten hervorragend als Anlageform für Barreserven, die nicht langfristig angelegt werden sollen, um finanziell flexibel zu bleiben.
Wichtige Eigenschaften von Tagesgeldkonten
Tagesgeld ist eine sehr einfache Form der Geldanlage. Es bestehen keinerlei Verlustrisiken, weswegen der Anleger über keine Kenntnisse des Finanzmarkts oder gar komplizierter Finanzprodukte zu verfügen braucht. Selbst im unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz der kontoführenden Bank ist das angelegte Kapital durch mehrere Einlagensicherungssysteme zuverlässig geschützt. Nur wer sich für eine ausländische Bank entscheidet, sollte zur Sicherheit nachfragen, in welcher Form die Einlagen geschützt sind. Einziger Nachteil eines Tagesgeldkontos sind die vergleichsweise niedrigen Zinsen. Aufgrund der grundlegenden Gesetzte des Kapitalmarkts können Tagesgeldkonten keine hohe Rendite abwerfen. Die Rendite einer Anlage ist umso höher, je länger das Geld fest angelegt wird und je größer das Anlagerisiko ist. Als absolut risikolose Anlage ohne jegliche Anlagefrist bieten Tagesgeldkonten daher nur bescheidene Zinssätze.
Tipps zum Umgang mit Tagesgeldkonten
Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollte im Internet ein Tagesgeldvergleich, beispielsweise mit der Zinstabelle von Tagesgeld-Angebote.de durchgeführt werden. Zahlreiche Banken nutzen ihre Tagesgeldkonten, um neue Kunden zu gewinnen. Aus diesem Grund bieten sie im Rahmen von Werbeaktionen bisweilen höhere Zinssätze an, als der Markt eigentlich rechtfertigt. Wer sich einige Minuten Zeit für einen Vergleich nimmt, kann daher meist attraktive Angebote finden. Dabei sollte allerdings beachtet werden, ob und ggfs. für welchen Zeitraum der lukrative Zinssatz garantiert wird. Ein zweiter Tipp betrifft den alltäglichen Umgang mit dem Tagesgeldkonto. Hier sollte nicht vergessen werden, dass „täglich verfügbar“ lediglich bedeutet, dass täglich eine Überweisung auf das eigene Girokonto vorgenommen werden kann. Daher kann über das Geld erst nach der Laufzeit der Überweisung tatsächlich frei verfügt werden, also üblicherweise nach etwa zwei Tagen. Es empfiehlt sich daher, trotz der hohen Flexibilität eines Tagesgeldkontos stets eine kleine Barreserve auf dem Girokonto zu belassen.
Fazit: Ein Tagesgeldkonto lohnt sich!
Die Zinsen sind nicht üppig, aber deutlich höher als auf dem Girokonto. Gegenwärtig kann der Kunde auf dem Tagesgeldkonto mit etwa zwei Prozent mehr Zinsen rechnen als auf dem Girokonto. Wer beispielsweise neben der kurzfristigen Notreserve stets 3000 Euro als zusätzliche Reserve auf dem Girokonto belässt, verschenkt damit 60 Euro jährlich. Das mag nicht allzu viel sein, aber den zusätzlichen 60 Euro auf einem Tagesgeldkonto stehen keinerlei Nachteile gegenüber. Warum also auf geschenkte 60 Euro verzichten?
